Der Mannwolf – Kapitel 1

Der Mannwolf

Der Mannwolf von Königsberg

Heute möchte ich euch das erste Kapitel des Mannwolfs von Königsberg vorstellen. Wer auf der Geschichtenweber-Lesung beim BuchCon war, kennt es schon, aber vielleicht ist es auch ganz schön, es noch einmal nachzulesen.

Für alle anderen sei gesagt: Caroline überlebt natürlich dieses erste Kapitel, sie ist ja meine weibliche Hauptfigur. Aber was da wirklich passiert, das erfahrt ihr natürlich nur, wenn ihr das Buch weiterlest. Wo ihr es bekommt, steht ganz unten.

Jetzt aber Bühne frei für Caroline:

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Caroline huschte durch die Dunkelheit, ganz darauf bedacht, nicht gesehen zu werden. Sie musste ihr Geheimnis schützen. Ihre schnellen Schritte waren selbst auf dem gepflasterten Boden kaum zu vernehmen. Nur die Sterne spendeten ein wenig Licht. Zu dieser späten Stunde waren zum Glück wenige Menschen unterwegs.
Doch was war das?
Unter einem Baum rührte sich ein Schatten.
Stand dort jemand?
Sie hielt inne. Der Vater hatte ihr verboten, nachts nach draußen zu gehen, und doch war ihr diese Aufgabe wichtiger als seine Anordnungen. Angst griff nach ihrem Herzen. Niemand durfte wissen, was sie hier tat, auch nicht Wilhelm, ihr lieber Bruder.
Der Schemen bewegte sich erneut.
Sie zog sich in den Schatten eines Hauses zurück und fand Schutz in einem dunklen Mauerwinkel.
Lange stand sie dort, während die Müdigkeit in ihre Knochen kroch und sie zu überwältigen drohte. Immer wieder fielen ihr die Augen zu, sackte der Kopf weg.
Nein, sie durfte nicht schlafen, sie musste doch aufpassen! Musste rechtzeitig zu Hause sein, bevor ihr Bruder aufstand, bevor er sie in ihrer Kammer suchte …
Der gute Wilhelm, er kümmerte sich so liebevoll um sie, obwohl sie ihm eine solche Last war. Die Umgebung verschwamm vor ihren müden Augen.
„Hah, hab ich dich, mein Täubchen!“
Sie schrak hoch. Schwere Hände packten ihre Schultern. Blankes Entsetzen durchflutete Caroline. Hände zerrten an den Schnüren ihrer Jacke, der Gestank von Bier stach ihr in die Nase. Rote Augen, sabbernder Mund, gierige Zunge. Alles in ihr ekelte sich. Sie konnte sich nicht rühren, ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr.
Aus. Vorbei.

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Den Roman bekommt ihr:

– bei mir, signiert, für 15,95 Euro, plus 2 Euro Versandkosten (die entfallen natürlich bei persönlicher Übergabe), Kontakt per Kommentar hier im Blog, oder über meine Website.

– beim Verlag Saphir im Stahl: Link

– bei jedem Buchhändler mit Hilfe der ISBN-Nummer: 978-3-9813823-9-6

Er ist leider (noch) nicht bei Amazon bzw. anderen Online-Händlern verfügbar.

Über Hannah Steenbock

Hannah Steenbock is an author, dreamer, and coach. She has published several short stories in English and German, as well as one novel in German. In 2013 she started self-publishing her work. In 2014, she has won two awards for her short story "Sequoia".
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